Phoenix Contact: Stromversorgungen, Überspannungsschutz und Geräteschutzschalter 2017/18
Störsenke Die Störsenke ist eine elektrische Ein- richtung, deren Funktion durch Störgrö- ßen beeinflusst werden kann. Die Beein- flussung der Funktion drückt sich durch Funktionsstörung, Funktionsminderung, Fehlfunktion oder Funktionsausfall aus. Störspannung symmetrisch Störspannung zwischen zwei Adern einer Leitung (z. B. Doppelleitung) bzw. zwischen zwei Anschlussstellen einer elektrischen Einrichtung für eine solche Leitung. Stoßspannung (1,2/50) s Stoßspannung mit einer Stirnzeit von 1,2 s und einer Rückenhalbwertzeit von 50 s. Quelle: IEC 60060-1 1,2/50 Stoßspannungsimpuls nach IEC 60060-1 10/700 Stoßspannungsimpuls nach ITU-T K.44 10/1000 Stoßstromimpuls nach IEEE C62.41.1 Stoßstrom (10/350) s Stoßstrom mit einer Stirnzeit von 10 s und eine Rückenhalbwertzeit von 350 s. Quelle: IEC 62305-1 Stoßstrom (8/20) s Stoßstrom mit einer Stirnzeit von 8 s und eine Rückenhalbwertzeit von 20 s. Quelle: IEC 60060-1 100 90 50 30 0 1,2 50 U (%) t (us) 100 90 50 30 0 U (%) t (us) 10 700 100 90 50 10 0 I (%) t (us) 10 1000 Symmetrische Spannung; Gegen- taktspannung - differential mode voltage; symmetrical voltage Spannung zwischen jeweils zwei akti- ven Leitern aus einer festgelegten Grup- pe. Symmetrische Störung Wie im Bild dargestellt, wandert die Störgröße von der Störquelle auf dem ei- nen Leiter in Richtung Störsenke und auf dem anderen Leiter zurück. Häufig wer- den auch die Begriffe "Gegentaktstörung" oder "differential-mode" verwendet. Temperaturbereich Bereich zwischen minimaler und ma- ximaler Temperatur, die am/im Gehäuse entstehen darf. Bei Geräten ohne Eige- nerwärmung ist diese Angabe gleich der zulässigen Umgebungstemperatur. Bei Geräten mit Eigenerwärmung sind es die maximalen Temperaturen, die im Be- triebsfall am/im Gerät entstehen dürfen. transient; Übergangs.... Bezeichnet eine Erscheinung oder Größe, die sich während einer im Ver- gleich zu der betrachteten Zeitskala klei- nen Zeitspanne zwischen zwei aufeinan- derfolgenden stationären Zuständen ändert. Transiente Nichtperiodische und relativ kurze positive und/oder negative Spannungs- oder Stromänderung zwischen zwei stati- onären Zuständen. Überspannung Jede Spannung mit einem Scheitel- wert, der den entsprechenden Scheitel- wert der höchsten Dauerspannung bei normalen Betriebsbedingungen über- schreitet. Quelle: EN 60664-1 Überspannungskategorie Zuordnung eines elektrischen Be- triebsmittels zu der erwarteten Über- spannung. Störquelle Störsenke Überspannungsschutzeinrichtun- gen ÜSE Überspannungsschutzeinrichtungen sind Überspannungsschutzgeräte sowie sämtliche Einrichtungen in Fernmeldean- lagen einschließlich deren Leitungen, die dem Überspannungsschutz dienen. Überspannungsschutzgerät ÜSG (en: "surge protection device", SPD) Ein Gerät, das dazu bestimmt ist, transiente Überspannungen zu begrenzen und Stoßströme abzuleiten. Es enthält mindestens eine nichtlineare spannungs- begrenzende Komponente. Umgebungsbedingung Die für das Gerät oder die jeweils be- trachtete Luft- oder Kriechstrecke maß- gebenden unmittelbaren Umgebungsbe- dingungen. Varistoren Der Varistor ist ein bipolarer nichtli- nearer Widerstand mit symmetrischer Spannungs-Stromkennlinie, dessen Wi- derstandswert mit steigender Spannung abnimmt. Zu schützendes Volumen Das Volumen einer baulichen Anlage oder ein Bereich, für den der Überspan- nungsschutz/Blitzschutz gefordert wird. Zugehöriges elektrisches Betriebs- mittel Ein elektrisches Betriebsmittel, in dem nicht alle Stromkreise eigensicher sind, das aber Stromkreise enthält, wel- che die Sicherheit von eigensicheren Stromkreisen, an die sie angeschlossen sind, beeinflussen können. 341 PHOENIX CONTACT Technische Informationen Begriffserklärung
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