Phoenix Contact: Stromversorgungen, Überspannungsschutz und Geräteschutzschalter 2017/18

Nennableitstoßstrom I n Scheitelwert des durch das ÜSG flie- ßenden Stroms mit der Stoßform (8/20)  s. Er wird für die Klassifizierung der Prüfung von ÜSG nach Klasse II be- nutzt. Quelle: EN 61643-11 8/20 Stoßstromimpuls nach IEC 60060-1 Nennspannung U N Ein geeigneter gerundeter Spannungs- wert, der vom Hersteller für ein Be- triebsmittel zur Bezeichnung oder Identi- fizierung angegeben wird. Nennstrom I N oder Lastsrom I L Höchster Dauerstrom bei Produkten nach IEC 61643, der bei der angegebenen Temperatur durch das Überspannungs- schutzgerät fließen kann, ohne das sich die elektrischen Betriebseigenschaften verändern. Für höhere Betriebstempera- turen ist der Nennstrom geringer (Dera- ting). Potenzialausgleich Ist das Beseitigen von Potenzialunter- schieden zwischen leitfähigen Teilen, wo- bei alle Punkte annähernd gleiches Poten- zial annehmen. Es wird unterschieden zwischen Funk- tions-Potenzialausgleich und Schutz-Po- tenzialausgleich. Potenzialausgleichsanlage Ist die Gesamtheit miteinander ver- bundener Potenzialausgleichsleiter, ein- schließlich der in gleicher Weise wirken- den leitfähigen Teile wie z. B. Gehäuse oder fremde leitfähige Teile. Die Potenzialausgleichsanlage kann zugleich Erdungsanlage oder Teil einer Er- dungsanlage sein. Potenzialausgleichschiene Ist die Schiene, die vorgesehen ist, Schutzleiter, Potenzialausgleichsleiter und ggf. Leiter für die Funktionserdung mit dem Erdungsleiter und den Erdern zu ver- binden. Potenzialausgleichsleiter Sind zum Herstellen des Potenzialaus- gleichs dienende, elektrisch leitende Ver- bindungen. 100 90 50 10 0 8 20 I (%) t (us) Impuls Sprunghafte, kurzzeitige Änderung ei- ner physikalischen Größe, gefolgt von ei- ner schnellen Rückkehr zum ursprüngli- chen Wert. Inaktive Teile Inaktive Teile sind leitfähige Teile, die von allen aktiven Teilen durch Basisisolie- rung elektrisch getrennt sind. Isolationskoordination Die Zuordnung der Kenngrößen der Isolation eines Betriebsmittels zu den – erwarteten Überspannungen – Kenngrößen der Überspannungs- Schutzvorkehrung – erwarteten Umgebungsbedingungen – Schutzmaßnahmen gegen Verschmut- zung. Kopplung Wechselwirkung zwischen Stromkrei- sen, bei der Energie von einem Kreis auf den anderen kapazitiv, induktiv oder gal- vanisch übertragen wird. Kurzschlussfestigkeit Höchster unbeeinflusster Kurz- schlussstrom, dem das ÜSG standhalten kann. Längsspannung Die Längsspannung ist die im Beein- flussungsfall zwischen aktiven Leitern und Erde auftretende Spannung. Lichtbogenbrennspannung U bo Die Bogenbrennspannung ist der Au- genblickswert der Spannung an einer Ent- ladungsstrecke (Bogenentladung) wäh- rend eines Ableitvorgangs. Nadelimpuls, spike Einfachgerichteter Impuls von relativ kurzer Dauer. Näherungen Näherung ist ein zu geringer Abstand zwischen Blitzschutzanlage und metalle- nen Installationen oder elektrischer Anla- gen, bei der die Gefahr eines Über- oder Durchschlages bei Blitzeinschlag besteht. Näherungsspannung Die Näherungsspannung ist die bei ei- nem Blitzeinschlag in die Blitzschutzanla- ge an der Näherungsstelle auftretende Spannung. Querspannung Die Querspannung ist die im Beein- flussungsfall zwischen zwei Leitern eines Stromkreises auftretende Spannung. Restspannung U res Der Scheitelwert der Spannung, die über den Klemmen des ÜSG während dem Fließen des Ableitstoßstroms auf- tritt. Quelle: EN 61643-11:2002 Schalt-Überspannung Überspannung aufgrund eines Schalt- vorgangs. Schutzpegel U p Ein Parameter, der die Leistungsfähig- keit des ÜSG bezüglich der Spannungsbe- grenzung über seinen Anschlussklemmen kennzeichnet. Dieser vom Hersteller an- zugebende Wert muss größer als der höchste gemessene Wert der Begren- zungsspannungen sein. Schutzpfade Die spannungsbegrenzenden oder schaltenden Bauteile des ÜSG können zwischen Leiter-Leiter, Leiter-Erde, Lei- ter-Neutralleiter sowie Neutralleiter- Erde geschaltet sein, oder auch eine Kombination dieser Möglichkeiten dar- stellen. Diese Schaltungsarten werden als Schutzpfade bezeichnet. Selektive FI-Schutzschalter Selektive FI-Schutzschalter sind Schutzschalter, die zeitlich verzögert sind. Steh-Stoßspannung U st Der Größtwert der höchsten Stoß- spannung von vorgeschriebener Form und Polarität, welcher unter vorgegebe- nen Prüfbedingungen zu keinem Durch- schlag führt. Anmerkung: Die Steh-Stoßspannung ist gleich der oder größer als die Bemes- sungs-Stoßspannung. Steh-Wechselspannung Der Effektivwert der höchsten si- nusförmigen Spannung bei Netzfrequenz, welcher unter vorgegeben Prüfbedingun- gen zu keinem Durchschlag führt. Störgröße Die Störgröße ist eine elektromagne- tische (auch elektrische oder magneti- sche) Größe, die in einer elektrischen Einrichtung eine unerwünschte Beeinflus- sung hervorrufen kann. Störquelle Eine Störquelle ist der Ursprung von Störgrößen. Prinzipiell stellt jede elektri- sche Einrichtung, wie z. B. Motoren und Leuchtstofflampen, eine Störquelle dar. 340 PHOENIX CONTACT Technische Informationen Begriffserklärung

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