Phoenix Contact: Stromversorgungen, Überspannungsschutz und Geräteschutzschalter 2017/18

Blitzstoßstrom I imp Blitzstoßströme sind durch die Wir- kungsparameter Scheitelwert, Ladung, spezifische Energie und Stromsteilheit charakterisiert. Der Blitzstoßstrom I imp ist ein Maß für das Ableitvermögen von Blitzstromableitern (Klasse I). Er wird be- stimmt nach einem definierenten Prüfab- lauf unter Verwendung von Prüfimpulsen der Kurvenform 10/350 μs. Burst In einem bestimmten Zeitintervall wiederholt auftretende Impulse. Direkt- oder Naheinschläge Sie verursachen Überspannungen mit einem Energieinhalt, der einen erhebli- chen Teil der Gesamtenergie der Blit- zentladung darstellt. Eigensichere elektrische Betriebs- mittel Ein elektrisches Betriebsmittel, in dem alle Stromkreise eigensicher sind. Eigensicherer Stromkreis Stromkreis, in dem weder ein Funke, noch ein thermischer Effekt, der unter den in DIN EN 60079-11 festgelegten Bedingungen auftritt, die den ungestörten Betrieb und bestimmte Fehlerbedingun- gen umfassen, eine Zündung einer be- stimmten explosionsfähigen Gasatmo- sphäre verursachen kann. Einfügungsdämpfung Zur Bestimmung der Einfügungs- dämpfung eines Überspannungsschutzge- rätes ÜSG werden das Netz und die Fre- quenz vorgegeben. Der Dämpfungswert wird als Verhältnis der Spannungen defi- niert, die unmittelbar hinter dem Einfü- gungspunkt vor und nach dem Einfügen des zu prüfenden ÜSG auftreten. Das Er- gebnis wird in Dezibel ausgedrückt. Elektromagnetische Beeinflussung Durch eine elektromagnetische Stör- größe verursachter Qualitätsverlust des Betriebsverhaltens, z. B. eine Fehlfunkti- on oder der Ausfall eines elektrischen oder elektronischen Betriebsmittels. Elektromagnetische Umgebung Gesamtheit der elektromagnetischen Phänomene an einem gegebenen Ort. ElektromagnetischeVerträglichkeit (EMV) Fähigkeit einer Einrichtung oder eines Systems, in seiner elektromagnetischen Umgebung befriedigend zu funktionieren, ohne unannehmbare elektromagnetische Störgrößen für andere Einrichtungen in diese Umgebung einzubringen. Entladung statischer Elektrizität; elektrostatische Entladung; ESD Übertragung elektrischer Ladung zwi- schen Körpern verschiedenen elektrosta- tischen Potenzials bei deren Annäherung oder Berührung. Entstörung Maßnahme, die auftretende elektro- magnetische Störgrößen verringert oder vermeidet. Erde Ist die Bezeichnung für das Erdreich und für den Erdboden. Erden Erden heißt, einen elektrisch leitfähi- gen Teil, z. B. die Blitzschutzanlage, über eine Erdungsanlage mit der Erde zu ver- binden. Erder Ist ein Leiter, der in die Erde eingebet- tet ist und mit ihr in elektrisch leitender Verbindung steht. Teile von Zuleitungen zu einem Erder, die unisoliert in der Erde liegen, gelten als Teile des Erders. Erdung Erdung ist die Gesamtheit aller Mittel und Maßnahmen zum Erden. Erdungsleiter Ist ein Leiter, der ein zu erdendes Be- triebsmittel mit einem Erder verbindet, soweit der Erdungsleiter außerhalb der Erde oder isoliert in der Erde verlegt ist. Erdungswiderstand Ist der Widerstand zwischen der Er- dungsanlage und der Bezugserde. Der Be- trag des Erdungswiderstands ergibt sich aus dem Zusammenwirken der einzelnen Erder. Fachkraft Als Fachkraft (Fachmann) gilt, wer auf Grund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen, sowie Kenntnis der einschlägigen Bestimmun- gen die ihm übertragenen Arbeiten beur- teilen und mögliche Gefahren erkennen kann. Anmerkung: Zur Beurteilung der fachlichen Ausbildung kann auch eine mehrjährige Tätigkeit auf dem betreffen- den Arbeitsgebiet herangezogen werden. Ferneinschläge Sie verursachen Überspannungen mit einem i. d. R. wesentlich geringeren Ener- gieinhalt als Naheinschläge. Ferneinschlä- ge sind ursächlich für das Auftreten von Überspannungen in elektrischen und elektronischen Systemen verantwortlich. FI-Schutzschalter (RCD) FI-Schutzschalter sind Schalteinrich- tungen, die elektrische Systeme vom Ver- sorgungssystem trennen, sobald der Feh- lerstrom gegen Erde einen bestimmten Wert überschreitet. Folgestrom I f Strom, der nach einem Ableitvorgang durch den ÜSG fließt und vom Netz ge- liefert wird. Der Folgestrom unterschei- det sich deutlich vom Dauerbetriebs- strom. Gasentladungsableiter Der Gasentladungsableiter ist eine Entladungsstrecke mit einem anderen Füllgas als Luft, im Allgemeinen einem Edelgas. Gleitentladungsableiter Der Gleitentladungsableiter, gemäß DIN VDE 0845 Teil 1, ist eine Entla- dungsstrecke, bei der die Gasentladung durch Gleitentladung eingeleitet wird. Höchste Dauerspannungspannung U C Die Bemessungsspannung ist der höchstzulässige Effektivwert der be- triebsfrequenten Wechselspannung, der dauernd an den Schutzpfaden des Ablei- ters angelegt werden darf. Impulspaket; Impulsbündel; Burst Folge einer begrenzten Anzahl von Impulsen oder Schwingungen begrenzter Dauer. 339 PHOENIX CONTACT Technische Informationen Begriffserklärung

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