Phoenix Contact: Stromversorgungen, Überspannungsschutz und Geräteschutzschalter 2017/18
Begriffserklärung Überspannungsschutzgeräte Ableiter Betriebsmittel, das im wesentlichen aus spannungsabhängigen Widerständen und/oder Funkenstrecken besteht. Beide Elemente können in Reihe oder auch pa- rallel geschaltet sein oder auch einzeln verwendet werden. Ableiter dienen dazu, andere elektrische Betriebsmittel und elektrische Anlagen gegen unzulässig hohe Überspannungen zu schützen. Abtrennvorrichtung Vorrichtung, die das ÜSG im Fall eines Versagens vom Netz trennt. Sie soll einen dauerhaften Fehler im System durch den defekten Überspannungsableiter verhin- dern und eine optische Anzeige des feh- lerhaften ÜSG geben. Aktive Teile Aktive Teile sind Leiter und leitfähige Teile der Betriebsmittel, die unter unge- störten Betriebsbedingungen unter Span- nungen stehen. Alterung Die Veränderung der ursprünglichen Leistungsdaten, verursacht durch Störim- pulse, den Betrieb oder durch ungünstige Umgebungsbedingungen. Ansprechen Als Ansprechen gilt, wenn entweder – der Scheitelwert der ohmschen Kom- ponente des Stromes durch den Ablei- ter 5 mA erreicht, oder – ein Spannungseinbruch mit Ansteigen des Scheitelwertes des Stromes durch den Ableiter auf 5 mA erfolgt. Ansprechstoßspannung 1,2/50 s Höchster Spannungswert vor dem Durchschlag zwischen den Elektroden der Funkenstrecke eines SPDs. Anstiegsgeschwindigkeit Mittlere Änderungsgeschwindigkeit einer Größe zwischen zwei bestimmten Werten, z. B. 10 % und 90 % des Spitzen- wertes. Asymmetrische Spannung; Gleichtaktspannung - common mode voltage; asymmetrical volta- ge Mittlere Zeigerspannung zwischen je- dem Leiter und einem festgelegten Be- zugspunkt, üblicherweise Bezugserde oder Masse. Die große Vielzahl unterschiedlicher Einsatzgebiete erfordert auch viele ver- schiedene Überspannungsschutzgeräte mit anwendungsspezifischen Eigenschaf- ten. Wesentliche Unterscheidungsmerk- male sind Schaltungsart, überspannungsbe- grenzende Eigenschaften und Bauform. Das TRABTECH-Programm von Phoenix Contact bietet mit seinen zahlreichen Va- rianten, wie z. B. Adapter, Anschlussdosen oder schienenmontable Ableiter in modu- larer und kompakter Bauweise, praxisge- rechte Systemlösungen für alle Anwen- dungsfälle. Überspannungsschutzgeräte sind ge- mäß ihrem Verwendungszweck für hohe elektrische Beanspruchung ausgelegt. Dennoch ist eine Überlastung, durch Auf- treten zu hoher oder sehr häufiger Über- spannungen, nicht auszuschließen. Dies kann dazu führen, dass die Schutzfunktion eingeschränkt oder gar aufgehoben wird und das betroffene Schutzgerät ersetzt werden muss. Darum sollten Überspan- nungsschutzgeräte möglichst steckbar und prüfbar ausgelegt sein. Die Phoenix Contact-Produktpalette TRABTECH berücksichtigt diesen An- spruch im Rahmen der heutigen techni- schen Möglichkeiten mit einem Angebot von Überspannungsschutzgeräten als Ad- apter, sowie in zweiteilig steckbar konzi- pierter Modulbauweise. Besonders hervorzuheben im Hinblick auf die Steck- und Prüfbarkeit, sind die Schutzgeräte der Produktreihe FLASHTRAB, VALVETRAB, PLUGTRAB und COMTRAB. Mit verschiedenen Schutzschaltungen und unterschiedlichen Nennspannungen sind sie für die Einsatz- gebiete Stromversorgung, MSR- und Da- tenschnittstellenschutz entwickelt wor- den. Durch das aufeinander abgestimmte Zusammenwirken verschiedener Baulele- mente, – je nach Schutzschaltung sind dies gasgefüllte Überspannungsableiter, Varis- toren und Suppressordioden – werden de- ren spezifische Vorteile optimal ausge- nutzt. Asymmetrische Störung Asymmetrisch heißt, dass Störquelle und Störsenke erdbezogen sind - es be- steht eine kapazitive oder galvanische Verbindung zum Schutzleiter. Wie im Bild dargestellt, wandert die Störung von der Störquelle auf beiden Leitern in Richtung Störsenke und über die Erde zurück. Häufig werden auch die Begriffe "Gleichtaktstörung" oder "common-mo- de" verwendet. Bezugserde Ist ein Bereich der Erde, insbesondere der Erdoberfläche, der von den zugehöri- gen Erdern so weit entfernt ist, dass als Folge des Stromeintritts in die Erde keine merklichen Spannungen zwischen beliebi- gen Punkten dieses Bereichs auftreten. Blitz-Überspannung Überspannung aufgrund einer Blit- zentladung. Blitzprüfstrom Der (10/350) s Blitzprüfstrom hat eine Stirnzeit von 10 s und eine Rücken- halbwertzeit von 350 s. 10/350 Blitzstromimpuls nach IEC 62305-1 Blitzschutzanlage Ist die Gesamtheit aller Einrichtungen für den äußeren und inneren Blitzschutz der zu schützenden Anlage. Störquelle Störsenke 30 60 0 10 100 350 I (%) t (us) 338 PHOENIX CONTACT Technische Informationen Begriffserklärung
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