Phoenix Contact: Stromversorgungen, Überspannungsschutz und Geräteschutzschalter 2017/18
IN OUT IN OUT 1 2 3 4 1 2 3 4 336 PHOENIX CONTACT Installationshinweise für Über- spannungsschutzgeräte Leitungsführung: Geschützte und ungeschützte Leitun- gen dürfen nicht unmittelbar parallel ne- beneinander verlegt werden. Sie sind räumlich oder durch Abschirmung so von- einander zu trennen, dass Überspannungs- einkopplungen von ungeschützten in ge- schützte Leitungen ausgeschlossen sind. Kreuzungen von Leitungen, die sich gegen- seitig beeinflussen können, sind rechtwink- lig auszuführen. Folgestrom-Löschung: Überspannungsableiter gasgefüllt (ÜsAg) weisen nur eine bedingte Eigenlö- schfähigkeit auf und sind daher nahezu aus- nahmslos zum Schutz von Nachrichten- übertragungssystemen geeignet. Die Ableiter erfüllen die Anforderun- gen in den üblicherweise durchweg hoch- ohmigen Fernmeldekreisen problemlos. Bei Systemen mit höherer Betriebsspan- nung oder niedriger Impedanz ergeben sich eindeutige Löschverhältnisse unter folgenden Bedingungen: AC- Anwendung: Überschreitet der mögliche Kurzschlussstrom der Quelle die Wechselstromfestigkeit ist eine Sicherung erforderlich, um eine Überhitzung durch den Folgestrom zu verhindern. DC- Anwendung: Für Spannungen > 12 V DC darf der mögliche Kurzschluss- strom der Quelle 100 mA nicht über- schreiten. Anderenfalls ist eine Sicherung zu wählen, die eine Abschaltung innerhalb von 5 Sekunden ermöglicht. Für Spannun- gen 12 V ist die Eigenlöschfähigkeit sichergestellt. In jedem Fall sind aber die spezifischen technischen Daten zum Pro- dukt zu berücksichtigen. Vorsicherung: Die Anlage ist vor un- zulässig hohen Kurzschlussströmen auf- grund überlasteter Ableiter zu schützen. Die maximal zulässige oder erforderliche Vorsicherung für den betreffenden Ablei- ter ist in den technischen Daten des jewei- ligen Produktes dokumentiert. Einbaurichtung: Überspannungsschutzgeräte die mehr- stufig aufgebaut sind und in den Stromkreis eingeschleift werden, sind mit „ IN “ oder „unprotected“ und „ OUT “ oder „ protected“ gekennzeichnet. Sie müssen vor dem zu schützenden Gerät so ange- schlossen werden, dass „ IN “ / „unpro- tected“ in die Richtung zeigt, aus der die Überspannung erwartet wird. An den Klemmstellen mit der Bezeichnung „ OUT “ / „ protected“ ist das zu schüt- zenden Gerät anzuschließen. Nur so ist im Fall einer Überspannungseinkopplung die korrekte Funktion des Überspannungs- schutzgerätes gewährleistet. Anschluss: Der Schutzleiteranschluss der zu schützenden Anlage ist direkt und auf kür- zestem Weg mit dem Erdanschluss des Überspannungsschutzgerätes bzw. mit der entsprechend gekennzeichneten An- schlussklemme am Ausgang „ OUT “ bzw. „ protected“ des Überspannungsschutz- gerätes zu verbinden. Nur so werden unzulässig hohe Span- nungen aufgrund von Potenzialanhebungen durch Ableitströme zwischen den Erdan- schlüssen des Überspannungsschutzgerä- tes und des zu schützenden Gerätes vermieden. Das gilt gleichzeitig für die Ver- bindung zwischen Erde und den aktiven Leitern des zu schützenden Gerätes (siehe Bild: Erdanschluss). Potenzialausgleich: Die ordnungsgemäße Funktion der Überspannungsschutzgeräte setzt einen vollständigen, nach geltenden Bestimmun- gen ausgeführten Potenzialausgleich vor- aus. Erdanschluss Elektronik Elektronik richtig falsch Überspannungsbegrenzende Baulemente Die wesentlichen funktionsbestim- menden Bauelemente für Blitzstromablei- ter und Überspannungsschutzgeräte sind Funkenstrecken, gasgefüllte Überspan- nungsableiter, Varistoren und Dioden, so- wie Entkopplungsimpedanzen. Sämtliche Bauelemente verfügen über spezifische Vor- und Nachteile. Um einen optimale Schutz zu erreichen, ist es mög- lich, Schutzschaltungen bzw. mehrstufige Schutzkonzepte aus einer Kombination der verschiedenen Bauelemente zu reali- sieren. Suppressordiode Die Sperrspannung U R ist die höchste Spannung, bei der die Diode noch sicher sperrt. Bei der Durchbruchspannung U B fließt über die Suppressordiode ein Strom von 1 mA. Hier beginnt die Suppressordi- ode die Überspannung zu begrenzen. Die maximale Begrenzungsspannung U C ist die Spannung, die beim Stoßstro- mimpuls I pp (10/1000)μs höchstens an der Suppressordiode abfallen kann. U/I-Kennlinie einer Suppressor-Diode Erläuterung: U R = Sperrspannung (reverse stand-off voltage) U B = Durchbruchspannung (breakdown voltage) U C = Begrenzungsspannung (clamping voltage) I pp = Stoßstromimpuls (peak pulse current) I R = Sperrstrom Technische Informationen Allgemeine Installationshinweise
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