Phoenix Contact: Markierungssysteme, Werkzeug und Montagematerial 2017/18

Weitere Informationen und vollständige technische Daten unter phoenixcontact.net/products 679 PHOENIX CONTACT Eine gasdichte Crimpverbindung entsteht durch einen definierten Pressvorgang. Die Drahtlitzen eines oder mehrerer Leiter und ein Verbinder werden zu einem weitgehend homogenen Gefüge ohne Zwischenräume verbunden. Daraus entsteht eine dauerhaf- te, nicht lösbare und zuverlässige Verbin- dung. Neben den zu prüfenden mechanischen und elektrischen Eigenschaften, liefert eine optische Betrachtung des Crimpbereichs wichtige Informationen zur Qualität der Verbindung. Hierzu werden Schliffbilder oder Aufnahmen durch Computertomogra- fie erstellt. Die Porosität, Bruchdehnung und die Verformung der einzelnen Drahtlit- zen wird so bewertet. Eine korrekt ausgeführte Verpressung ist weitestgehend von Gasen wie schwefeldio- xidhaltiger Industrieatmosphäre, Sauerstoff, Salznebel oder anderen korrosiven Medien abgeschirmt. Dadurch wird verhindert, dass in der Lebenszeit der Verbindung Gase zu einer Korrosion der einzelnen Drahtlitzen führen. Dadurch entsteht eine Verschlech- terung der elektrischen Eigenschaften. Die Crimpverbindungen von Aderendhül- sen unterscheiden sich von Verbindern oder Kabelschuhen. Aderendhülsen werden als Verspleißschutz für Kupferleiter der Klassen 2, 5 und 6 mehr-, fein- und feinstdrähtig ein- gesetzt. Die Materialstärke der Kupferhül- sen von Aderendhülsen beträgt lediglich von 0,15 mm bis 0,45 mm. Somit ist sie deutlich dünner als z. B. die von Kabelschuhen. Die DIN 46228 (Teil 1-4) beschreibt die mechanische Prüfung und die Hüllmaßkont- rolle ab 2,5 mm2. Beschrieben sind Klasse- 5-Kupferleiter nach IEC 60228 für die Ver- pressung von Aderendhülsen. Die elektri- schen Eigenschaften werden mit der späte- ren Anwendung der Verbindung, z. B. innerhalb einer Reihenklemme bewertet. Besonders in aggressiver Umgebung sind korrosionsfreie Kontaktbereiche die Vor- aussetzung für niederohmige und damit leis- tungsfähige Verbindungen. Hierfür ist auf den sicheren Sitz der Ver- bindung in der Klemmstelle zu achten. Der Einfluss von aggressiven Medien in der Klemmstelle wird in der Reihenklem- mennorm für Kupferleiter bewertet. Der Spannungsfall nach DIN EN 60947-7-1 darf vor und nach der Prüfung einen Wert von 3,2 mV oder das 1,5-fache des zum Prüfbe- ginn gemessenen Werts nicht überschrei- ten. Von einer gasdichten Verbindung wird ausgegangen, wenn die Forderung nach ei- ner Prüfung im Kondenswasser-Wechselkli- ma mit schwefeldioxidhaltiger Atmosphäre nach DIN 50018 (AHT 2,0 S) erfüllt wer- den. Diese Prüfung umfasst eine Lagerung in Kondenswasser-Wechselklima mit Wechsel von Luftfeuchte und Temperatur. Im ersten Prüfabschnitt wird der Prüfling 8 Stunden einer SO2 Volumenkonzentration von 0,67 % bei einer Temperatur von 40 °C und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 100 % ausge- setzt. Nach dieser Prüfung erfolgt das Trocknen der Prüflinge für 16 Stunden bei geöffneter Tür. Dieser Zyklus wird 2 mal durchgeführt, bevor die Prüflinge bewertet werden. Crimpwerkzeuge, Aderendhülsen und Verbinder von Phoenix Contact erzeugen bei korrekter Anwendung an den Kontakt- punkten eine dauerhafte, gasdichte Verbin- dung. Auch aggressive Medien beeinträchti- gen diese Verbindung nicht. Gasdichtheit Technische Informationen Werkzeug - Tool fox

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