Phoenix Contact: Interface-Technik und Schaltgeraete 2017/18

A2 BB A1 13 14 A2 BB A1 - + + N A 1 U A 2 L 1 L 2 L 3 L 23 0 VA C ( 1 0m) > V R C N L A 1 U A 2 Weitere Informationen und vollständige technische Daten unter phoenixcontact.net/products Sensoren einfach verdrahten Projektierungshilfe zum Umgang mit Störsignalen Leckstrom bei Wechselspannungs- Ausgangskarte Mit den Relaismodulen PLC...SEN können Sensoren effizient mit der Steuerung gekop- pelt werden. Die Eingangs- und Ausgangsei- te sind an dem Modul bereits vertauscht an- gebracht, sodass die Signalrichtung vom Feld zur Steuerung optimal dargestellt werden kann. An der Ansteuerseite des Relais befin- den sich somit drei Anschlussklemmen A1, A2 und BB. Das gemeinsame Minuspotenzi- al der Sensoren wird dabei an A2 ange- schlossen und mittels Steckbrücke auf wei- tere Relaismodule verteilt. An die Anschlüsse A1 werden die Sensoren direkt angeschlossen. Für das gemeinsame Versor- gungspotenzial der Sensoren dient nun der Anschluss BB. Mittels der Steckbrücken wird das Potenzial auf alle angeschlossenen Sensoren verteilt. Auf der Kontaktseite hin- gegen befinden sich nur die Anschlüsse 13 und 14 für den Schließerkontakt. Über diese erfolgt die Signalrückmeldung an die Steue- rung. Durch den Anschluss der Sensorver- sorgungsspannung direkt am Relaismodul kann der Reihenklemmenblock der konven- tionellen Verdrahtung eingespart werden. So wird kein zusätzlicher Platz im Schalt- schrank benötigt und die einfachere Ver- drahtung minimiert das Fehlerrisiko. Erfolgt die Ansteuerung eines Relais über eine Ausgangskarte mit Wechselspannungs- ausgang, entsteht ein Leckstrom auf der Si- gnalleitung. Dieser wird durch die RC-Be- schaltung des Wechselspannungsausgangs verursacht. Der Leckstrom hat typischer- weise eine Steuerleistung, die groß genug ist, dass das Relais nicht zuverlässig abschal- tet. Die normative Rückfallspannung eines Relais beträgt 5 % der Nennspannung bei Gleichstromspulen und 15 % bei Wechsel- stromspulen nach IEC 61810-1. Das bedeu- tet, dass ein Relais mit einer Nennspannung von 230 V AC erst abschaltet, wenn die Steu- erspannung  0,15 x 230 V AC = 34,5 V AC ist. Treten auf der Ansteuerseite eines Relais Störsignale auf, die höher als die Rückfall- spannung sind, ist ein definiertes Abschalten nicht mehr möglich. Schlimmstenfalls ist die Störung groß genug, dass das Relais dadurch erregt wird. So ist die Applikation im geschal- teten Zustand, obwohl von der Steuerung kein Signal anliegt. Hierfür kann es verschie- dene Ursachen geben. lange Signalleitung (> 10 m) Parallele Signalleitungen oder Lastleitungen Last Leckstrom z. B. Einkopplung von Störsignalen durch parallele Leitungen Sind die Ansteuerleitungen zum Relais sehr lang, können durch parallel liegende Kabel Interferenzen entstehen. Diese beein- flussen die eigentliche Steuerleitung und koppeln Störsignale auf dieser ein. Diese Störspannung kann an der Ansteuerseite ge- messen werden, auch wenn von der Steue- rung kein Signal anliegt. Leckstrom Ausgang Signalleitung Last Sicheres Abschalten auch bei Störsignalen Die Baureihe PLC...SO46 verfügt über eine RCZ-Beschaltung im Sockel. Durch diese Schaltung aus Widerstand, Kondensa- tor und Zener-Diode wird die Rückfallspan- nung des Relais erhöht, sodass das Relais unempfindlich gegen Störspannungen ist. Bei einem 230 V AC-Relais beträgt die nor- mative Rückfallspannung 34,5 V AC. Die Module PLC...230UC...SO46 verfügen über eine Rückfallspannung von 80 V AC. Da- durch schalten die Relais bei Störspannun- gen  80 V AC zuverlässig ab. Die Sockel PLC...SO46 sind auch in weiteren Spannun- gen erhältlich. Eine Bestückung ist sowohl mit elektromechanischen Relais als auch mit Solid-State-Relais möglich. Als Anschluss- technik stehen Schraubanschluss oder Push-in-Anschluss zur Verfügung. 293 PHOENIX CONTACT Relaismodule Projektierungshilfe Sensor / Aktor und Umgang mit Störsignalen

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